{"id":14,"date":"2025-11-12T10:00:00","date_gmt":"2025-11-12T09:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/malwina-mazur.com\/journal\/index.php\/2019\/08\/11\/zeit-aufzuwachen-teil-2-3\/"},"modified":"2026-04-19T22:02:50","modified_gmt":"2026-04-19T20:02:50","slug":"zeit-aufzuwachen-teil-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/malwina-mazur.com\/journal\/index.php\/2025\/11\/12\/zeit-aufzuwachen-teil-2\/","title":{"rendered":"Zeit aufzuwachen \u2014 Teil 2: Als ich aufh\u00f6rte wegzulaufen"},"content":{"rendered":"\n<p>Wer Teil 1 gelesen hat, kennt das kleine M\u00e4dchen, das wartete, das sich das sch\u00f6nste Kleid anzog und trotzdem allein blieb. Dieses M\u00e4dchen war ich. Und lange Zeit wusste ich das nicht, oder besser gesagt: Ich wollte es nicht wissen. Es ist so viel leichter, Muster zu leben, als sie anzuschauen. Es ist so viel leichter, sich in eine Verbindung zu fl\u00fcchten, als zu fragen, warum sie sich gleichzeitig so vertraut und so falsch anf\u00fchlt. Meine Reise zu mir selbst begann vor einigen Monaten, durch einen Mann und durch zehn Tage auf Mallorca.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Der Mann, der mein Spiegel wurde<\/h2>\n\n\n\n<p>Ich liebte diese Verbindung, ich investierte Zeit, Energie und Herzblut. Und gleichzeitig durfte ich immer wieder seine lieblosen Handlungen mir gegen\u00fcber sp\u00fcren, Momente, in denen ich merkte, dass ich in dieser Verbindung nicht wirklich gesehen wurde. Ich \u00fcberh\u00f6rte die Botschaften meines K\u00f6rpers und die meiner Seele. Auf irgendeine Weise wusste ich, dass diese Beziehung mir nicht gut tat, und trotzdem konnte oder wollte ich nicht loslassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich sagte ihm einmal, er sei der sch\u00f6nste Zufall meines Lebens. Das empfinde ich noch heute so, denn ohne ihn h\u00e4tte ich mich meinem Urschmerz nicht gestellt. Er hat nichts anderes getan, als das ans Licht zu bringen, was schon lange in mir auf mich wartete.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote\"><blockquote><p>Er war der sch\u00f6nste Zufall meines Lebens. Ohne ihn h\u00e4tte ich mich meinem Urschmerz nie gestellt.<\/p><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Entscheidung, die alles ver\u00e4nderte<\/h2>\n\n\n\n<p>Vor einigen Monaten schmiss ich meinen Job, dreizehn Jahre Sicherheit, von einem Tag auf den anderen losgelassen. Ich hatte schon l\u00e4nger gesp\u00fcrt, dass mich das nicht mehr erf\u00fcllt, aber Sicherheit h\u00e4lt uns oft l\u00e4nger fest, als uns gut tut. Als ich schlie\u00dflich loslie\u00df, war es eine der besten Entscheidungen meines Lebens. Pl\u00f6tzlich hatte ich Zeit, Zeit zum Reisen, zum Atmen, zum Hinschauen. Und so fuhr ich spontan mit zwei wichtigen Menschen aus meinem Leben nach Mallorca.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Mallorca, zehn Tage, die z\u00e4hlten<\/h2>\n\n\n\n<p>Diese beiden Menschen sind nicht nur meine Vorbilder, sie haben mich auch zur R\u00fcckf\u00fchrungsleiterin ausgebildet. Wir verbrachten zehn gemeinsame Tage in einer sch\u00f6nen Ferienwohnung mit Blick aufs Meer, auf einen Leuchtturm und auf die Berge. Es war traumhaft. Am zweiten Abend machten sie mir ein Geschenk, das ich nicht erwartet hatte: ihr selbst entworfenes Meditationsalbum. Jeder hatte seine Zeit f\u00fcr sich, und ich ging t\u00e4glich an den Strand oder zu den Klippen und machte meine Reisen in die geistige Welt. Normalerweise brauche ich keine Anleitung daf\u00fcr, aber ich machte alles mit. Und es tat gut.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was an den Klippen passierte<\/h2>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend der Meditationen gab es Seelenbegegnungen, fr\u00fchere Leben, Vergebungsrituale und Heilrituale. Tr\u00e4nen flossen, Erkenntnisse brodelten, und ich schrieb seitenweise in mein Buch. Dinge, die ich jahrelang nicht in Worte gefasst hatte, kamen pl\u00f6tzlich einfach heraus. Abends sa\u00dfen wir zusammen, es wurde gekocht, Wein getrunken, gesungen, getanzt und viel gelacht. Wir f\u00fchrten Gespr\u00e4che, die Tiefe hatten, und auf eine Art wurde ich therapiert, auch wenn meine Freunde das vielleicht nicht so nennen w\u00fcrden, denn es war unser gemeinsamer Urlaub. Aber ich bin beiden unendlich dankbar, f\u00fcrs Zuh\u00f6ren, f\u00fcrs Ermutigen und f\u00fcrs Vertrauen. Durch diese gemeinsame Zeit und die gef\u00fchrten Meditationen fand ich ein St\u00fcck zu mir selbst zur\u00fcck, zum ersten Mal seit langer Zeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch du sp\u00fcrst, dass sich etwas ver\u00e4ndern m\u00f6chte, wei\u00dft aber nicht, wo du anfangen sollst? Ich begleite Menschen auf genau diesem Weg, ohne Druck und ohne Programm, nur ein offenes Gespr\u00e4ch. &#x2192; <strong>Kostenloses Erstgespr\u00e4ch anfragen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Als ich zur\u00fcckkam<\/h2>\n\n\n\n<p>Wer meine ersten Artikel noch nicht gelesen hat, <em>Warum glauben wir an die gro\u00dfe Liebe<\/em> und <em>Wenn eine Frau sich verliert<\/em>, dem empfehle ich, sie zuerst zu lesen. Dort habe ich mir meine ersten Erkenntnisse von der Seele geschrieben. Als ich aus Mallorca zur\u00fcckkam, sollte sich einiges \u00e4ndern. Was genau, das erz\u00e4hle ich in Teil 3.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Serie zu schreiben ist nicht leicht, denn es ist viel leichter, \u00fcber \u201esie&#8220; zu schreiben als \u00fcber \u201eich&#8220;. Aber genau das ist der Punkt: Irgendwann muss man aufh\u00f6ren, sich selbst aus der Distanz zu betrachten. Irgendwann muss man sagen: Das bin ich. Das war ich. Und ich schaue hin.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>[DISCLAIMER]<\/strong> Dieser Beitrag dient ausschlie\u00dflich der spirituellen Orientierung und Information. Er ersetzt keine medizinische, therapeutische oder psychologische Beratung. Bei ernsthaften psychischen oder k\u00f6rperlichen Beschwerden wende dich bitte an eine entsprechend ausgebildete Fachperson.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer Teil 1 gelesen hat, kennt das kleine M\u00e4dchen, das wartete, das sich das sch\u00f6nste Kleid anzog und trotzdem allein blieb. Dieses M\u00e4dchen war ich. 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