Geschichten·

Zeit aufzuwachen – Teil 3: Ich lasse los

Als ich aus Mallorca zurückkam, war ich klar im Kopf, klarer als seit langer Zeit. So vieles war mir in diesen zehn Tagen bewusst geworden: wie sehr ich mich in dieser Verbindung verloren hatte, wie sehr ich mich aufgegeben und wertlos gefühlt hatte. Ich wollte nicht mehr warten, nicht mehr hoffen, nicht mehr kämpfen. Ich wollte loslassen, endgültig. Aber zuerst musste ich einen kleinen Umweg nehmen.

Was ich durch die Rückführungen wusste

Durch die Reisen in frühere Leben, die ich auf Mallorca gemacht hatte, kannte ich die Antworten. Ich wusste, dass wir an solchen Begegnungen nur wachsen, dass es letztlich der Weiterentwicklung dient. Aller Anfang ist schwer, wie auch die Einsicht und wie auch das Loslassen. Aus einer Ungerechtigkeit heraus, der ich mich ausgesetzt gefühlt hatte, erwuchs Wut, dann Trauer, dann eine riesige Enttäuschung, stets begleitet von Tränen und Verzweiflung. Durch die Reflexion wurde mir klar, dass diese Entwicklung zur rechten Zeit kam. Ganz gleich wozu es kommen mag, es dient meinem Besten.

Die Ohrfeige, die ich brauchte

Wann immer ich mich in diesen Situationen befand, ließ ich die Emotionen zu. Aber ich war noch hin- und hergerissen. Ich machte kurzzeitig nochmal den Fehler und ließ das Abenteuer zu. Ich spürte, dass es nicht richtig war, und konnte trotzdem keinen konsequenten Schlussstrich ziehen. Als Konsequenz erhielt ich von der geistigen Welt abermals eine Ohrfeige, denn was würde mich mehr treffen als ein Seitensprung, auch wenn wir offiziell keine Beziehung führten.

Wer nicht hören will, muss spüren. Und genau das habe ich gebraucht.

Mein Weg, nicht deiner

Es ist gerade mal einen Monat her. Ich befinde mich noch in diesem Transformationsprozess, und es tat unglaublich gut, nicht auf mein Umfeld gehört zu haben, sondern meinen eigenen Weg gegangen zu sein. Man hätte mir noch so viel Gutes zureden können, ich brauchte die eigene Erfahrung. Aber lass dir eines sagen: Jeder Mensch ist in seinem Entwicklungsschritt schneller oder langsamer. Er ist richtig, wo er sich gerade befindet. Menschen treffen Entscheidungen, die dir als Außenstehender vielleicht nicht einleuchten, aber es ist nicht dein Weg und nicht deine Lernaufgabe, sondern meine.

Als wir uns trafen, war ich, wie du vielleicht auch, kein unbeschriebenes Blatt. Ich habe mir meine Lernaufgaben für dieses Leben ausgesucht. Eine davon habe ich dir erzählt, über meinen Vater und über meine Beziehungen zu Männern.

Wenn du spürst, dass auch du bereit bist hinzuschauen, dann bin ich da. Ein kostenloses Erstgespräch ist der erste Schritt, ohne Druck und ohne Erwartungen. → Kostenloses Erstgespräch anfragen

Kein Happy End, und das ist gut so

Ich werde dir jetzt kein Happy End liefern, das du aus einem Buch oder dem Fernsehen kennst. Ich befinde mich noch im Prozess. Ich erkenne jeden Tag etwas Neues. Ich arbeite an mir selbst, meditiere, reise in die geistige Welt, lasse meinen Tränen freien Lauf, schreibe und stelle mich meinen Ängsten. Ich betreibe Seelenhygiene. Ich entferne, was mir nicht mehr dient. Ich lasse los.

Ich erkenne meinen Wert. Ich weiß nun, was Selbstliebe bedeutet. Und ich bin bereit, gewisse Gespräche mit Menschen aus der Vergangenheit zu führen, Gespräche, die lange überfällig waren. Das Schönste an all dem ist die Erkenntnis, was ich in meinem Leben brauche und was nicht. Es ist der Weg zur inneren Freiheit.

Und vielleicht gibt es eines Tages doch das gewünschte Happy End in Sachen Liebe. Bis dahin bin ich einfach ich. Und das reicht.

Malwina Mazur
Malwina Mazur Zertifizierte Rückführungsleiterin & Systemische Aufstellerin

Dieser Beitrag dient ausschließlich der spirituellen Orientierung und Information. Er ersetzt keine medizinische, therapeutische oder psychologische Beratung. Bei ernsthaften psychischen oder körperlichen Beschwerden wende dich bitte an eine entsprechend ausgebildete Fachperson.

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