Als ich aus Mallorca zurückkam, war ich klar im Kopf, klarer als seit langer Zeit. So vieles war mir in diesen zehn Tagen bewusst geworden: wie sehr ich mich in dieser Verbindung verloren hatte, wie sehr ich mich aufgegeben und wertlos gefühlt hatte. Ich wollte nicht mehr warten, nicht mehr hoffen, nicht mehr kämpfen. Ich wollte loslassen, endgültig. Aber zuerst musste ich einen kleinen Umweg nehmen.
Was ich durch die Rückführungen wusste
Durch die Reisen in frühere Leben, die ich auf Mallorca gemacht hatte, kannte ich die Antworten. Ich wusste, dass wir an solchen Begegnungen nur wachsen, dass es letztlich der Weiterentwicklung dient. Aller Anfang ist schwer, wie auch die Einsicht und wie auch das Loslassen. Aus einer Ungerechtigkeit heraus, der ich mich ausgesetzt gefühlt hatte, erwuchs Wut, dann Trauer, dann eine riesige Enttäuschung, stets begleitet von Tränen und Verzweiflung. Durch die Reflexion wurde mir klar, dass diese Entwicklung zur rechten Zeit kam. Ganz gleich wozu es kommen mag, es dient meinem Besten.
Die Ohrfeige, die ich brauchte
Wann immer ich mich in diesen Situationen befand, ließ ich die Emotionen zu. Aber ich war noch hin- und hergerissen. Ich machte kurzzeitig nochmal den Fehler und ließ das Abenteuer zu. Ich spürte, dass es nicht richtig war, und konnte trotzdem keinen konsequenten Schlussstrich ziehen. Als Konsequenz erhielt ich von der geistigen Welt abermals eine Ohrfeige, denn was würde mich mehr treffen als ein Seitensprung, auch wenn wir offiziell keine Beziehung führten.