Manchmal tragen wir die rosarote Brille so lange, dass wir vergessen, wie die Welt ohne sie aussieht. Manchmal strahlen unsere Augen wie Feuerwerk, und manchmal füllen sie sich mit Tränen, still und unbemerkt. Wir sind glücklich und traurig zugleich, wir streiten und lachen im selben Atemzug, wir vergraben Dinge, die wir nicht sehen wollen, und manchmal, in seltenen Momenten, offenbaren wir uns uns selbst. Das Verrückte daran: Wir spüren es oft, wir spüren, dass etwas nicht stimmt, und wir ignorieren es trotzdem, weil wir es nicht hören wollen, oder weil wir lieber selbst ins Fettnäpfchen treten, als zuzugeben, dass andere recht hatten.
Wie wir uns in Beziehungen verlieren
Es passiert nicht plötzlich, es schleicht sich an. Erst sind es kleine Dinge, ein Hobby, das du aufgibst, eine Meinung, die du nicht mehr aussprichst, ein Abend mit Freundinnen, den du absagst. Dann sind es größere Dinge. Du merkst, dass du Entscheidungen triffst, um zu gefallen, statt um du selbst zu sein, dass du sofort verfügbar bist, wenn er sich meldet, aber dein eigenes Leben dabei auf Pause steht. Warum verändern sich so viele Frauen, wenn sie eine Beziehung führen? Warum rücken die eigenen Interessen, Hobbys und Freundschaften plötzlich an den Rand? Warum steht man nicht mehr hinter dem Standpunkt, den man am Anfang noch klar und deutlich vertreten hat? Es sind keine Schwächen. Es sind Muster. Und Muster kann man verstehen, wenn man bereit ist, ehrlich hinzuschauen.